Hallöchen

    • Mein Name ist Sibylle und ich bin per Zufall auf diese Seite aufmerksam geworden.
      Nachdem im August letzten Jahres unser Eurasier Camillo im Alter von 12 Jahren recht plötzlich an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben ist, hatten wir danach nur noch unsere Schäferhündin, die Ihr auch auf dem Bild seht. Sie wurde 1999 im Oktober in einem privaten Tierschutz geboren, wo ihre Mutter, eine DSH mit Papieren, abgegeben wurde. Wohl weil sie trächtig war. Baghiras Vater war unbekannt, aber alle Welpen waren pechschwarz, und meine kleine hatte bernsteinfarbene Augen, 70 cm Schulterhöhe und war ein Renner - was die in ihrem Leben gerannt ist. Im April ist sie im Alter von 17,5 Jahren gestorben.
      Nach dem Tod von Camillo haben wir bei der Züchterin, die mit seiner Schwester die Zucht aufgebaut hatte, einen Welpen bestellt, weil ohne Hund geht nicht und Baghira war damals schon fast 17. Fenris ist Ende Dezember hier eingezogen, hatte also noch drei Monate mit Baghira. Und als ich mit ihm im Frühjahr bei meinem Tierarzt war, stand ein Mann mit einem Herder neben mir. Ich musste ihn nach der Rasse fragen, weil ich so einen Hund noch nie gesehen hatte, obwohl sie vom Gesicht her meine Baghira war, nur nicht in schwarz. Eine bildschöne Hündin war das, die mich mit Bernsteinaugen anschaute und mir war klar: Der Vater von Baghira war ein Herder. All die Eigenschaften, die ich an ihr immer so geschätzt und bei deutschen Schäferhunden vergeblich gesucht hatte, stammen vom Herder, wie ich jetzt weiß. Seitdem steht fest: Der zweite Hund wird ein Herder - ich muss nur noch meinen Mann überzeugen, der fremdelt, weil er die Rasse nicht kennt.
      Seitdem suche ich einen Züchter in der Nähe, finde aber irgendwie nur Karteileichen - deswegen bin ich jetzt hier. Wobei es auch nicht wirklich eilt - ich habe hier einen 10 Monate alten pubertierenden Rüden, der gerade alle Register zieht. Bevor der nicht aus dem Gröbsten raus ist, bringen wir hier keinen neuen Welpen rein.
      Ansonsten wohnen wir am Stadtrand zur Etage direkt an einem riesigen Waldgebiet. Ich bin selbstständig und arbeite von zuhause, sodass der Hund nie alleine ist - höchstens mal, weil ich einen Arzttermin habe oder irgendwas anderes erledigen muss, was besser ohne Hund(e) geht. Urlaube machen wir nur mit Hund, ich mag nicht fliegen, mein Mann mag keine Seereisen - also bleibt nur der VW-Bus ;) Hundemenschen halt. . .
      Liebe Grüße Sibylle mit Fenris und im Gedenken an Camillo und Baghira
    • Hallo Sibylle,
      herzlich willkommen im Forum.
      Wow 17,5 Jahre ist für einen so großen Hund ja ein extrem hohes Alter. Aber trotzdem ist es sehr traurig 2 Familienmitglieder so kurz hintereinander zu verlieren.
      Schön, dass ihr jetzt Fenris bekommen habt. Ich hoffe ihr übersteht die Pubertät bald :) .
      Ich wünsche dir viel Glück bei der Züchtersuche, würde dir aber unbedingt empfehlen, bis dahin viele Herder anzuschauen. Je nach Temperament sind das wirklich anspruchsvolle Hunde.
      Viele Grüße aus Bayern

      Silvia
      mit Hank, Arik und Rusty ( Jacky + 29.12.2015, Cora 30.07.2001-04.08.2016)

      Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht (Zitat: Heinz Rühman)
    • Hallo Silvia,

      ja - 17,5 Jahre, das war schon was. Sie war vor allem bis zum Schluss vom Kopf her klar und hatte einen enormen Lebenswillen. Nur laufen ging irgendwann nicht mehr. Habe sie etwas mehr als 2 Jahre mit einem Bollerwagen in den Wald gefahren und die Strecken, die sie dann gelaufen ist, wurden auch immer kürzer. Zum Schluss mussten wir sie auch die Treppen rauf und runter tragen und konnte sie alleine nicht mehr gut aufstehen (das war aber erst n den letzten zwei Monaten). Hab ordentlich Kritik zu hören bekommen, weil viele Hundehalter einen Hund als kaputt erklären, wenn er nicht mehr toben kann und nicht sehen wollen, wie ein alter Hund durch den Wald trottelt. während ich denke, dass man als Hund vielleicht auch nicht ungefragt aus dem Leben gerissen werden will. Naja. Nun fangen wir ja wieder von vorne an ;)

      Ich sagte ja schon, dass wir Zeit haben. Unser Fenris ist ein ganz anderer Eurasier als es Camillo war - ich denke, es gibt da bei Rassen keine verbindlichen Eigenschaften. Nur eine allgemeine Tendenz, bei Eurasiern zum Beispiel die extrem hohe Reizschwelle und das Misstrauen Fremden gegenüber.

      Baghira und Camillo haben mir jedenfalls viel über Hunde beigebracht, auch, weil sie so verschieden waren. Sie eine lernbegierige hochintelligente Schäferhündin und er ein sturer, bockiger Eurasier aus zweiter Hand, bei dem im Welpen- und Junghundalter aber auch alles schief gelaufen war. Und Fenris ist die Mischung aus den beiden.

      Ich freue mich jedenfalls hier zu sein :)

      Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
      Sibylle
      Liebe Grüße Sibylle mit Fenris und im Gedenken an Camillo und Baghira